Akupunktur-Praxis & TCM Bonn-Rhein-Sieg
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TCM-Blog

Fühlen Sie sich ab und zu angespannt, unruhig und nervös? Ihr Herz klopft ungewöhnlich? Dann probieren Sie doch mal meine Kräuter, die Sie einfach als Tee wunderbar zubereiten können, jetzt, wo es drinnen wieder gemütlich wird…


5 Kräuter zur Beruhigung von angespannten Nerven
(Quelle: Florian Ploberger, Das große Buch der Westlichen Kräuter nach TCM

1. Hopfen: thermisch kühlend, wirkt auf Leber, Herz, Niere, Magen, Blase

Empfohlen bei Unruhe mit Herzklopfen, Schlafproblemen, nervösen Erregungszuständen;
zusätzlich bei Blasenreizungen und Blasenentzündung, zu starker Libido


2. Lavendel: thermisch kühlend, wirkt auf Leber und Herz

Empfohlen bei Unruhe mit Angst, Herzklopfen, emotionaler Anspannung;
zusätzlich bei Bindehautentzündung, Migräne, Schwindel


3. Melisse: thermisch kühlend, wirkt auf Herz, Leber, Magen

Empfohlen bei Herzklopfen, Einschlafproblemen, Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität;
zusätzlich bei Menstruationsbeschwerden, Koliken, Migräne, Gastritis


4. Passionsblume: thermisch kühlend, wirkt auf Herz, Niere, Lunge, Leber

Empfohlen bei Anspannung, Nervosität, Schlafproblemen, Herzklopfen;
zusätzlich bei Kopfschmerzen, Zittern, Krämpfen, Nervenschmerzen


5. Rosenblüten: thermisch kühlend, wirkt auf Herz und Magen

Empfohlen bei Schlafproblemen, Angst, Depressionen, Verwirrung, Anspannung;
zusätzlich bei Fruchtbarkeitsproblemen und nächtlichem Harnlassen

 

  • Empfohlene Dosierung dieser Kräuter:
    2 Tassen am Tag, am besten nachmittags, ca. 1-2 TL pro Tasse
    (die Sorten kann man auch miteinander mischen!)

    Kräuter wirken milder als Medikamente. Deshalb wenden Sie die Kräuter längere Zeit an, bis Sie die Wirkungen spüren.

    Wenn wir zu viel von dem Tee trinken, kann es auch zu
    unerwünschten Nebenwirkungen kommen: Diese nervenberuhigenden Kräuter wirken alle kühlend und können bei längerer Anwendung zu innerer Kälte führen.
    Das merken Sie schon, dass Ihnen schrecklich kalt wird und Ihr Darm reagiert dann gerne mit Durchfall!
    Ein Löffel
    Honig darf übrigens auch sein, er hat nach TCM einen Bezug zum Herzen (nährt das Herzblut) und wirkt harmonisierend. 

Das thermische Verhalten von Nahrungsmitteln

Nahrung ist Medizin!
 

Die Ernährung spielt in der traditionellen chinesischen Medizin eine große Rolle.
Die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, können die Balance zwischen Yin und Yang stören
oder fördern. Während in der westlichen Welt vor allem auf eine ausreichende Versorgung mit
Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen geachtet wird, ist in der
Traditionellen Chinesischen Küche die thermische Wirkung von Lebensmitteln besonders wichtig.
Jedes Lebensmittel hat einen Yin- oder Yang-Charakter oder verhält sich neutral.
Yin steht für erfrischend bis kalt. Yang dagegen für warm bis heiß.
Nahrung ist für die chinesische Medizin bereits Heilmittel.
 

Leitfaden für Nahrungsmittel

Je nachdem, ob eher Mangel an Yin- oder Yang-Energie diagnostiziert wird, sollte man die
entsprechenden Nahrungsmittel zu sich nehmen, die den Mangel ausgleichen.
Doch ohne lange Listen, welches Lebensmittel welcher Kategorie zuzuordnen ist,
scheint der Laie verloren zu sein. Hier einige einfache und verständliche Ratschläge:

Thermische Wirkung von Zubereitungsarten
 

Die Yin- bzw. Yang-Qualität von Nahrung wird auch durch die Zubereitung beeinflusst:

Räuchern
tonisiert, erwärmt die Nieren (besonders Lachs)
Nachteil: zuviel Salz
 

sanftes Anbraten
gleicht erfrischende Wirkung von Gemüse (Chinakohl, Mangold, Tomaten) aus.
 

Backen im Herd
gut, um erfrischende Wirkung von Gemüse auszugleichen, Säfte zuführende Wirkung bleibt erhalten, zu starke Abkühlung wird vermieden.
 

Langes Kochen
besonderes bei Suppen gutes Mittel, um Yang zuzuführen. (Fleischbrühen und Gemüsesuppen
werden in China oft tagelang gekocht, um innere Kälte zu vertreiben oder Energie aufzubauen:
"Gut Ding braucht Weile".

Yin wird durch Kochen in viel Wasser und Blanchieren zugeführt.

 

 

Kalt, warm, heiß oder neutral?

 

Grundsätzlich kann man sagen, alles das, was in der Erde wächst, hat Yin-Charakter. Bei den Nahrungsmitteln, die über der Erde wachsen, ist die Einteilung nicht so leicht zu finden.

Hier sind einige Beispiele zu dieser Kategorie, die Sie immer dann benutzen sollten,
wenn Ihnen besonders warm ist (vorwiegend im Sommer!)

Kalte, erfrischede Nahrungsmittel

Kühlende oder kalte Nahrungsmittel essen Sie lieber immer dann, wenn es Ihnen so richtig warm ist, vorzugsweise im Sommer oder beim Grillen, in den Wechseljahren...

 

Getreide/Brot
Dinkel, Gerste, Langkornreis, Roggen, Weizen; Hefebrot, Sauerteigbrot
 

Geflügel/Fisch
Ente, Gans, Pute, Truthahn; Austern, Kaviar, Tintenfisch
 

Gemüse
Artischocke, Aubergine, Avocado, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Gurke, Kohlrabi, Mangold, Oliven, Paprika, Pilze, Radicchio, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Salat, Sauerkraut, Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Spinat, Sprossen, Tomate, Zucchini
 

Hülsenfrüchte/Nüsse und Samen
Gelbe Sojabohnen, Kichererbsen, Mungbohnen, Schwarze Sojabohnen; Cashewnüsse,
Sonnenblumenkerne

 

Obst
Ananas, Apfel, Banane, Birne, Brombeere, Erdbeere, Heidelbeere, Holunderbeere, Johannisbeere, Kaki, Kiwi, Mango, Melone, Orange, Pampelmuse, Papaya, Preiselbeere, Quitte, Rhabarber, Sauerkirsche, Stachelbeere, Zitronen
 

Milchprodukte
Dickmilch, Frischkäse, Joghurt, Kefir, Quark, Sauermilch, Saure Sahne, Schwedenmilch
 

Getränke/Spirituosen
Apfelsaft, Brottrunk, Fruchtsaft, Gemüsesaft, grüner Tee, Kräutertee (Hagebutte, Hibiskus, Malve, Melisse, Pfefferminze, Salbei), Mineralwasser, schwarzer Tee; Altbier, Champagner, Pils, Prosecco, Weizenbier, Wermut
 

Kräuter und Gewürze/Öle/Sonstiges
Ahornsirup, Estragon, Kresse, Miso, Salbei, Salz, Sojasauce; Olivenöl, Sesamöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl; Sojamilch, Tofu

Auswirkungen auf unseren Körper:
Kühlende und kalte Nahrung stärkt allgemein die Yin-Energie

Die kühlende und kalte Wirkung eignet sich für:

  • Kühlen von Sommerhitze (z.B. Wassermelone, Gurke)
  • Kühlen von innerer Hitze (z.B. Kamillentee bei Fieber)
  • Aufbau von Körpersäften bei innerer Trockenheit (z.B. trockene Haut, trockener Stuhl)
  • Beruhigung der Nerven
  • Entgiftung

Achtung mit kalten Nahrungsmitteln bei folgenden Beschwerden:
Neigung zu Durchfall, Blähungen, häufigen Erkältungen, Übergewicht, depressiven Verstimmungen, Ödemen, unerfülltem Kinderwunsch, nächtlichem Wasserlassen

Heiße, wärmende Nahrungsmittel

Diese Nahrungsmittel essen Sie besser immer dann, wenn Ihnen kühl, fröstelig oder kalt ist, also lieber im Herbst/Winter!
Männer lieben übrigens diese Rubrik und treiben damit Ihre Körpertemperatur ungewollt in die Höhe. Essen Sie lieber ausgewogen!

Getreide

Amaranth, Grünkern, Hafer, Rundkornreis, Sago
 

Fleisch, Geflügel und Wild/Fisch
alle gegrillten Fleischsorten, Fasan, Hammel, Hirsch, Huhn, Lamm, Rebhuhn, Reh, Schaf, Wildschwein, Ziege; alle geräucherten Fischsorten, Aal, Barsch, Forelle, Garnele, Hummer, Kabeljau, Lachs, Languste, Muscheln, Sardellen, Scholle, Shrimps, Thunfisch

Gemüse
Fenchel, Frühlingszwiebel, Kastanie, Kürbis, Lauch, Meerrettich, Süßkartoffel, Zwiebel

 

Nüsse und Samen
Pinienkerne, Pistazien, Walnüsse

 

Obst
Aprikose, Korinthe, Pfirsich, Rosine, Süßkirsche

 

Käse und Milchprodukte
Harzer Käse, Münster Käse, Schafskäse, Schimmelkäse, Ziegenkäse, Ziegenmilch

 

Getränke/Spirituosen
Fencheltee, Getreidekaffee, Kaffee, Kirschsaft, Kokosmilch, Yogitee; Glühwein, Honigwein, Likör, Reiswein, Rotwein, Schnaps, Whisky, Wodka

 

Kräuter und Gewürze
Basilikum, Beifuß, Cayennepfeffer, Chili, Curry, Dill, Essig, Fenchelsamen, Ingwer, Kakao, Kardamom, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel, Liebstöckel, Lorbeer, Majoran, Mohn, Muskat, Nelke, Oregano, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Piment, Rosmarin, Schnittlauch, Senf, Sternanis, Tabasco, Thymian, Vanille, Wacholderbeere, Zimt

 

Auswirkungen auf unseren Körper:

Wärmende und heiße Nahrung stärkt allgemein die Yang-Energie.

Die wärmende und heiße Wirkung eignet sich für:

  • Vertreibung von eingedrungener Kälte (z.B. Ingwertee bei frischer Erkältung)
  • Steigerung der Körperwärme, besonders in der kalten Jahreszeit
  • Anregung der Verdauungskraft
  • Dynamisierung des Organismus (z.B. bei Müdigkeit)

Achtung mit heißen Nahrungsmitteln bei folgenden Beschwerden:
Hautproblemen, Migräne, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Sodbrennen, Magenbeschwerden, Verstopfung, Heißhunger, Autoimmunerkrankungen.
Hier wirken sich die heißen Nahrungsmittel negativ aus und können die Beschwerden ggf. noch verstärken!

Neutrale Nahrungsmittel

Neutrale Nahrungsmittel eigenen sich besonders zur Beibehaltung Ihrer Körpertemperatur: Wenn Sie sich wohlfühlen, wählen Sie mehr Nahrungsmittel aus dieser Rubrik. Sie können damit auch wunderbar ausgleichend wirken, immer dann, wenn Sie wärmende Nahrung essen, nehmen Sie auch immer neutrale Nahrungsmittel dazu, damit Ihre Körpertemperatur im Gleichgewicht bleibt. Probieren Sie es aus!
So bin ich an die chinesische Ernährungslehre (TCM) geraten: Ich trank liebendgern Pfefferminztee und wunderte mich, dass ich immer mehr fror, obwohl er ja heiß gekocht war. Zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass Pfefferminz eine kühlende Wirkung besitzt!

Getreide

Hirse, Mais

 

Fleisch und Wild/Fisch
Kalb, Hase, Rind; Karpfen

 

Gemüse und Hülsenfrüchte
alle Kohlsorten, Buschbohne, Erbse, Feldsalat, Karotten, Kartoffel, Linsen, Rosenkohl, Rote Sojabohne, Rübe, Saubohne, Stangenbohnen

 

Nüsse und Samen
Erdnüsse, Haselnüsse, Kokosnüsse, Mandeln, Sesam

 

Obst
Dattel, Feige, Pflaume, Traube


Käse und Milchprodukte

Butter, Ei, Käse, Kuhmilch, Sahne
 

Getränke
Malzbier, Traubensaft, Süßholztee

 

Gewürze
Honig, Malz, Rohzucker, Safran

 

Auswirkungen auf unseren Körper:
 

Jedes Nahrungsmittel und jedes Getränk hat eine thermische Wirkung auf den Körper, von kalt bis heiß.

Nahrungsmittel der neutralen Thermik sollten den Hauptanteil unserer täglichen Ernährung bilden:
Gekochtes Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse und Samen, Fette.

Kombinieren Sie dazu wärmende Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch und Gewürze sowie kühlende Nahrungsmittel wie grünen Salat und Joghurtsauce.
 

Durch die Zubereitung können Sie die Wirkung der Nahrung in Richtung wärmer oder kühlender verändern. Ofengemüse ist zum Beispiel wärmender als gekochtes Gemüse, welches wieder wärmender ist als rohes Gemüse.

Verwenden Sie die heiße und kalte Thermik nur in Maßen (z.B. scharfe Gewürze, Banane).
So vermeiden Sie das Entstehen von innerer Hitze und Kälte.

Veronika, der Spargel wächst!

Hmmm...Spargel...

ich kenne niemanden, der dieses Edelgemüse nicht mag. Selbst Kinder lieben vor allem die zarten Köpfe.. ich aber auch!

In der Chinesischen Medizin wird der Spargelwurzel (Asparagus officinialis) eine besondere Bedeutung zugeschrieben und bei diversen Beschwerden dem chinesischen Arzneitee beigemischt.

 

 

Wirkung laut TCM:

– stärkt das Nieren Qi, vor allem das Nieren Yang

– stärkt die das Jing (die Essenz)

– gut für die Sexualität, als Aphrodisiakum besitzt er eine anregende Wirkung

– sorgt für die Produktion und Bewegung der Spermien

– besitzt für den weiblichen Zylus einen leicht regulierenden Einfluss und kann z.B. für
   weniger starken Ausfluss sorgen

– stärkt das Bindegewebe, ist sehr gut gegen Cellulite und andere Wasseransammlungen im Körper

– stärkt die Knochen

– aktiviert die Magen-Darmtätigkeit

– unterstützt bei allgemeiner Schwäche, vor allem nach langer Krankheit

– kann bei Neurodermitis und Heuschnupfen die Symptome lindern

– sorgt für mentale Stabilität

– lindert schmerzende Gelenke uvm.
 

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Spargel noch frisch ist – zu erkennen an den saftigen Enden und den noch prallen Spitzen. Außerdem quietscht der Spargel, wenn man die Stangen aneinanderreibt.

Kaufen Sie lieber einheimischen Spargel, der schmeckt besser und ist eine wirkliche Vitaminbombe! Zur Aufbewahrung kann man Spargel in ein feuchtes, frisches Geschirrhandtuch wickeln und gut im Gemüsefach des Kühlschranks 2-3 Tage lagern, manchmal auch länger.
Ich wünsche Ihnen guten Appetit!
Die Sparglzeit dauert zum Glück noch bis zum 24. Juni!
 

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