Akupunktur-Praxis & TCM Bonn-Rhein-Sieg
Akupunktur-Praxis & TCM Bonn-Rhein-Sieg

Das thermische Verhalten von Nahrungsmitteln

Die Ernährung spielt in der traditionellen chinesischen Medizin eine große Rolle.
Die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, können die Balance zwischen Yin und Yang stören
oder fördern. Während in der westlichen Welt vor allem auf eine ausreichende Versorgung mit
Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen geachtet wird, ist in der
Traditionellen Chinesischen Küche die thermische Wirkung von Lebensmitteln besonders wichtig.
Jedes Lebensmittel hat einen Yin- oder Yang-Charakter oder verhält sich neutral.
Yin steht für erfrischend bis kalt. Yang dagegen für warm bis heiß.
Nahrung ist für die chinesische Medizin bereits Heilmittel.
 

Leitfaden für Nahrungsmittel

Je nachdem, ob eher Mangel an Yin- oder Yang-Energie diagnostiziert wird, sollte man die
entsprechenden Nahrungsmittel zu sich nehmen, die den Mangel ausgleichen.
Doch ohne lange Listen, welches Lebensmittel welcher Kategorie zuzuordnen ist,
scheint der Laie verloren zu sein. Hier einige einfache und verständliche Ratschläge:

Thermische Wirkung von Zubereitungsarten
 

Die Yin- bzw. Yang-Qualität von Nahrung wird auch durch die Zubereitung beeinflusst:

Räuchern
tonisiert, erwärmt die Nieren (besonders Lachs)
Nachteil: zuviel Salz
 

sanftes Anbraten
gleicht erfrischende Wirkung von Gemüse (Chinakohl, Mangold, Tomaten) aus.
 

Backen im Herd
gut, um erfrischende Wirkung von Gemüse auszugleichen, Säfte zuführende Wirkung bleibt erhalten, zu starke Abkühlung wird vermieden.
 

Langes Kochen
besonderes bei Suppen gutes Mittel, um Yang zuzuführen. (Fleischbrühen und Gemüsesuppen
werden in China oft tagelang gekocht, um innere Kälte zu vertreiben oder Energie aufzubauen:
"Gut Ding braucht Weile".

Yin wird durch Kochen in viel Wasser und Blanchieren zugeführt.

 

Kalt, warm, heiß oder neutral?

 

Grundsätzlich kann man sagen, alles das, was in der Erde wächst, hat Yin-Charakter. Bei den Nahrungsmitteln, die über der Erde wachsen, ist die Einteilung nicht so leicht zu finden.

Hier sind einige Beispiele zu dieser Kategorie, die Sie immer dann benutzen sollten,
wenn Ihnen besonders warm ist (vorwiegend im Sommer!)

Heiße und wärmende Nahrungsmittel

Diese Nahrungsmittel essen Sie besser immer dann, wenn Ihnen kühl, fröstelig oder kalt ist, also lieber im Herbst/Winter!
Männer lieben übrigens diese Rubrik und treiben damit Ihre Körpertemperatur ungewollt in die Höhe. Essen Sie lieber ausgewogen!

 

 

Auswirkungen auf unseren Körper:

Wärmende und heiße Nahrung stärkt allgemein die Yang-Energie.

Die wärmende und heiße Wirkung eignet sich für:

  • Vertreibung von eingedrungener Kälte (z.B. Ingwertee bei frischer Erkältung)
  • Steigerung der Körperwärme, besonders in der kalten Jahreszeit
  • Anregung der Verdauungskraft
  • Dynamisierung des Organismus (z.B. bei Müdigkeit)

Achtung mit heißen Nahrungsmitteln bei folgenden Beschwerden:
Hautproblemen, Migräne, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Sodbrennen, Magenbeschwerden, Verstopfung, Heißhunger, Autoimmunerkrankungen.
Hier wirken sich die heißen Nahrungsmittel negativ aus und können die Beschwerden ggf. noch verstärken!

Neutrale Nahrungsmittel

Neutrale Nahrungsmittel eigenen sich besonders zur Beibehaltung Ihrer Körpertemperatur: Wenn Sie sich wohlfühlen, wählen Sie mehr Nahrungsmittel aus dieser Rubrik. Sie können damit auch wunderbar ausgleichend wirken, immer dann, wenn Sie wärmende Nahrung essen, nehmen Sie auch immer neutrale Nahrungsmittel dazu, damit Ihre Körpertemperatur im Gleichgewicht bleibt. Probieren Sie es aus!
So bin ich an die chinesische Ernährungslehre (TCM) geraten: Ich trank liebendgern Pfefferminztee und wunderte mich, dass ich immer mehr fror, obwohl er ja heiß gekocht war. Zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass Pfefferminz eine kühlende Wirkung besitzt!

Getreide

Hirse, Mais

 

Fleisch und Wild/Fisch
Kalb, Hase, Rind; Karpfen

 

Gemüse und Hülsenfrüchte
alle Kohlsorten, Buschbohne, Erbse, Feldsalat, Karotten, Kartoffel, Linsen, Rosenkohl, Rote Sojabohne, Rübe, Saubohne, Stangenbohnen

 

Nüsse und Samen
Erdnüsse, Haselnüsse, Kokosnüsse, Mandeln, Sesam

 

Obst
Dattel, Feige, Pflaume, Traube


Käse und Milchprodukte

Butter, Ei, Käse, Kuhmilch, Sahne
 

Getränke
Malzbier, Traubensaft, Süßholztee

 

Gewürze
Honig, Malz, Rohzucker, Safran

Auswirkungen auf unseren Körper:
 

Jedes Nahrungsmittel und jedes Getränk hat eine thermische Wirkung auf den Körper, von kalt bis heiß.

Nahrungsmittel der neutralen Thermik sollten den Hauptanteil unserer täglichen Ernährung bilden:
Gekochtes Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse und Samen, Fette.

Kombinieren Sie dazu wärmende Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch und Gewürze sowie kühlende Nahrungsmittel wie grünen Salat und Joghurtsauce.
 

Durch die Zubereitung können Sie die Wirkung der Nahrung in Richtung wärmer oder kühlender verändern. Ofengemüse ist zum Beispiel wärmender als gekochtes Gemüse, welches wieder wärmender ist als rohes Gemüse.

Verwenden Sie die heiße und kalte Thermik nur in Maßen (z.B. scharfe Gewürze, Banane).
So vermeiden Sie das Entstehen von innerer Hitze und Kälte.

 

 

Kalte, erfrischende Nahrungsmittel

Kühlende oder kalte Nahrungsmittel essen Sie lieber immer dann, wenn es Ihnen so richtig warm ist, vorzugsweise im Sommer oder beim Grillen, in den Wechseljahren...

Getreide/Brot
Dinkel, Gerste, Langkornreis, Roggen, Weizen; Hefebrot, Sauerteigbrot
 

Geflügel/Fisch
Ente, Gans, Pute, Truthahn; Austern, Kaviar, Tintenfisch

 

Gemüse
Artischocke, Aubergine, Avocado, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Gurke, Kohlrabi, Mangold, Oliven, Paprika, Pilze, Radicchio, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Salat, Sauerkraut, Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Spinat, Sprossen, Tomate, Zucchini
 

Hülsenfrüchte/Nüsse und Samen
Gelbe Sojabohnen, Kichererbsen, Mungbohnen, Schwarze Sojabohnen; Cashewnüsse,
Sonnenblumenkerne

 

Obst
Ananas, Apfel, Banane, Birne, Brombeere, Erdbeere, Heidelbeere, Holunderbeere, Johannisbeere, Kaki, Kiwi, Mango, Melone, Orange, Pampelmuse, Papaya, Preiselbeere, Quitte, Rhabarber, Sauerkirsche, Stachelbeere, Zitronen
 

Milchprodukte
Dickmilch, Frischkäse, Joghurt, Kefir, Quark, Sauermilch, Saure Sahne, Schwedenmilch
 

Getränke/Spirituosen
Apfelsaft, Brottrunk, Fruchtsaft, Gemüsesaft, grüner Tee, Kräutertee (Hagebutte, Hibiskus, Malve, Melisse, Pfefferminze, Salbei), Mineralwasser, schwarzer Tee; Altbier, Champagner, Pils, Prosecco, Weizenbier, Wermut
 

Kräuter und Gewürze/Öle/Sonstiges
Ahornsirup, Estragon, Kresse, Miso, Salbei, Salz, Sojasauce; Olivenöl, Sesamöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl; Sojamilch, Tofu

Auswirkungen auf unseren Körper:
Kühlende und kalte Nahrung stärkt allgemein die Yin-Energie

Die kühlende und kalte Wirkung eignet sich für:

  • Kühlen von Sommerhitze (z.B. Wassermelone, Gurke)
  • Kühlen von innerer Hitze (z.B. Kamillentee bei Fieber)
  • Aufbau von Körpersäften bei innerer Trockenheit (z.B. trockene Haut, trockener Stuhl)
  • Beruhigung der Nerven
  • Entgiftung

Achtung mit kalten Nahrungsmitteln bei folgenden Beschwerden:
Neigung zu Durchfall, Blähungen, häufigen Erkältungen, Übergewicht, depressiven Verstimmungen, Ödemen, unerfülltem Kinderwunsch, nächtlichem Wasserlassen

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