Akupunktur-Praxis & TCM Bonn-Rhein-Sieg
Akupunktur-Praxis & TCM Bonn-Rhein-Sieg

Endometriose aus Sicht der Chinesischen Medizin

Diese Stagnation zeigt sich in Form von endometrischem Gewebe1, das durch die Laparoskopie sichtbar gemacht wird. ( 1 Gebärmutterschleimhaut)
Der träge Blutfluss kann vielerlei Ursachen haben.
Bei TCM- Therapeuten wird oft die Frage nach Kälte gestellt. („Ist Ihnen schnell kalt, frieren Sie oft“?) Kälte verursacht häufig eine Blutstagnation.
Es gibt noch andere wichtige Faktoren, die ich in der Behandlung berücksichtige: Eine schleppende Verdauung, Schwäche in bestimmten Körperbereichen, besonders in den Nieren. Diese sind für die Reproduktionsorgane zuständig und verantwortlich für Müdigkeit, Erschöpfung und Stress.

Anhaltender Stress führt zu Blutstagnation und Verspannung in der Muskulatur, wodurch der Energiefluß, das Qi („tschie“), gestört wird.

Die Leber ist zuständig für Stress, für den Energiefluß und läuft mit seinem Meridian direkt durch die Ovarien und Genitalien, bevor es über den Oberschenkel nach unten zieht.
Gibt es hier ein Hindernis, eine Blockade, kommt es zum Rückstau in den vielen anderen Meridianen, die diesen Bereich durchziehen.

Warum haben Männer das nicht? 

Bei Männern richtet sich dieses Problem auf die Prostata und führt zu Impotenz.
Es ist das ständige Leeren und Füllen der Gebärmutter während der Menstruation, dass zu so viel mehr Problemen der Blutstagnation bei Frauen führt.

Stress ist ein Hauptfaktor für Endometriose bzw. Blutstagnation. Was können wir tun, um diesen Zustand zu verändern?
Es ist eine Frage der Haltung. Wie kann ich persönlich lernen, mit Stress besser umzugehen?
Als TCM-Therapeutin kann ich viel dazu beitragen: Akupunktur führt zu einer Kurzzeitentspannung in der  die Stresshormone abgesenkt werden. Der Körper kann entspannen, mit jeder einzelnen Zelle. Damit wird auch die Blutstagnation positiv beeinflusst.

 

Zwei Formen von Endometriose

Man unterscheidet zwei unterschiedliche Formen, die jeweils einen vollständig anderen Ansatz in der Behandlung haben. Diese zwei Formen werden als starke oder schwache Endometriose bezeichnet.

  1. Die starke Endometriose ist das klassische Bild: versprengtes, aktives Gewebe im gesamten Becken, starke Schmerzen, die den ganzen Monat über andauern können.  Akupunktur und klassische Kräutertherapie für Endometriose erzielen hier die besten Ergebnisse, die zum Auflösen der Blutstagnation während der Periode führen.
     
  2. Die schwache Endometriose ist der Typ, der die Behandler vor besondere Herausforderungen stellt. Diese Patientinnen können schwere Symptome haben, intensive Schmerzen, Kraftlosigkeit, awährend die Laparoskopie lediglich leichte Versprengungen des Gewebes zeigt. Das  Ergebnissicher nicht die was sie auf Grund der Symptome erwarten würden.
    Erschwerend kommt hinzu, dass sich diese Patientinnen nach der Behandlung häufig schlechter fühlen als vorher.
    Aus chinesisch-medizinischer Sicht sind diese Phänomene einfach zu erklären:
    Eine geschwächte Patientin mit einem „Blutmangel“ hat auch einen schwachen Blutfluss, der schnell blockiert ist und zur Stagnation führt. Sie haben ebenfalls weniger Reserven um mit Schmerzen und Kraftlosigkeit entsprechend umzugehen.

    Typischerweise haben sie eine spärliche Periode mit zögerlichem, bräunlich gefärbtem Blut zu Beginn.

Sie sind die ganze Zeit über müde, die Verdauung ist schleppend, sodass nicht genügend Blut produziert werden kann.  Dadurch bleibt der Blutfluss geschwächt, der Kreislauf der Beschwerden setzt sich fort.
Es kommt zu einem geschwächten Immunsystem (darin sind sich chinesische Medizin und westliche Medizin einig), so dass diese Patientinnen wiederholt zahlreiche Probleme aufweisen, die ihre Gemütslage weiter reduzieren und die Endometriose begünstigen.
Bei Patientinnen mit der schwacher Endometrioseform findet man in der Vorgeschichte häufig  eine durchgemachte Erkrankung mit Pfeiffer‘schem Drüsenfieber.

Der Behandlungsansatz bei der schwachen Endometrioseform ist ganz anders als bei der starken Endometrioseform. Hier können die eingesetzten Kräuter zur Auflösung der Blutstagnation zu stark wirken. Diese Patientinnen benötigen sanftere Mittel, um das Blut zu nähren und den Blutfluss zu verbessern.
Eine ausgewogene Kräutertherapie ist hier sehr erfolgreich damit die Verdauung verbessert wird.
Dadurch tritt folgender Effekt ein:

1. Die Bildung von Blut wird angeregt

2. Der Blutfluss wird verbessert

3. Die Verdauung normalisiert sich

Meist empfehle ich Granulate in Kapselform, statt der aufwendig herzustellenden Dekokte. Die Kapseln   sind einfacher in der Anwendung und natürlich genauso wirkungsvoll.

 

Was Sie selbst tun können:

  • Verändern Sie Ihre Lebensgewohnheiten, damit Sie besser mit Stress umgehen können
  • Gönnen Sie sich öfter mal Ruhe, machen Sie es sich gemütlich zuhause und schalten Sie ab und
    hören dabei Ihre Lieblingsmusik
  • Probieren Sie Entspannungsmethoden aus wie Tai chi, Yoga, Meditation
  • Während der Periode vermeiden Sie Rohkost, kaltes Nahrung und Getränke und Sit-ups.
  • Gönnen Sie sich öfter ein warmes Bad mit Aromaöl (nicht während der Periode)
  • Gute Öle zur Unterstützung sind Myrrhe, Weihrauch, Lavendel, Salbei, Rosmarin Thymian und Wacholder
  • Nutzen Sie regelmäßig eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen im Rücken

 

 

Quellen:

Maciocia, Giovanni, Gynäkologie und Geburtshilfe in der chinesischen Medizin

Randine Lewis, Ph.D. The Infertility Cure

http://houseoffertilityandhealing.com.au/home/

https://www.pacificcollege.edu/patients/san-diego

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